Wer sich je daran versucht hat im Dickicht eines Fichtenforstes geräuschlos fortzubewegen, der weiß, welch' schwieriges Unterfangen dies mitunter sein kann.

Sei es der Hobbyornithologe auf der Suche nach seinen kleinen Schätzchen, der Herr Jäger, der ein Reh vor seine Büchse zu bekommen erhofft, oder der gemeine Spanner beim Anpirschen an ein sich leidenschaftlich liebendes Pärchen; sie alle haben die Gefahren des Knäckebrotknisterwaldes auf ihre eigene Weise erfahren.

Es gibt selten Umstände in Knäckebrotknisterwäldern, die ein bewusst geräuschvolles Verhalten erfordern; es gelten nicht die ungeschriebenen Gesetze außerwaldischer Schauplätze. Hier legt sich Schweigen drückend auf den Waldboden, undurchdringlicher Nebel kriecht durchs Unterholz und verschlingt jeden Laut nach Erhörung.


Thørin im Frühjahr 2002